Urlaub bei Eintritt und Austritt richtig berechnen

Bei einem unterjährigen Beginn oder Ende des Arbeitsverhältnisses darf der gesetzliche Mindesturlaub nicht einfach immer monatsweise gekürzt werden.

Die Wartezeit beachten

Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch entsteht erstmals nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses. Teilurlaub kommt in den Fällen des § 5 BUrlG in Betracht. Wer nach erfüllter Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte ausscheidet, hat grundsätzlich Anspruch auf den vollen gesetzlichen Jahresurlaub; eine pauschale Zwölftelung ist insoweit unzulässig.

Zusatzurlaub gesondert prüfen

Für vertraglichen Mehrurlaub können wirksame abweichende Regeln gelten, wenn gesetzlicher Mindesturlaub und Mehrurlaub hinreichend getrennt werden. Bereits beim früheren Arbeitgeber gewährter Urlaub ist zu berücksichtigen; dafür dient die Urlaubsbescheinigung.

Für die Abrechnung

Eintritts- und Austrittsdatum, Arbeitstage pro Woche, genommener Urlaub und Vertrag gehören zusammen in die Prüfung. Nicht erfüllbarer Urlaub ist bei Beendigung abzugelten. Bei Vergleichen sollte klar feststehen, welche Urlaubstage tatsächlich gewährt oder bezahlt werden.

Rechtsgrundlage: Gesetzestext · Fachlich überarbeitet am 6. November 2026.

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